Olympiade
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Die Olympischen Spiele sind beendet. Ein Ereignis, bei dem die Sportlichkeit regiert. In den zu absolvierenden Disziplinen haben beide Gegenspieler die gleichen Rechte, während der Schiedsrichter dafür sorgt, dass ein Fair-Play stattfindet. In den chinesischen Straßen sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Die Bürger haben nicht die gleichen Rechte und niemand kümmert sich darum, das zu ändern.
Heute herrscht in China wieder die Normalität. Während der Olympiade sprachen sich viele Länder dafür aus, dass China den Konflikt mit Tibet beenden muss. Nun stellt sich die Frage: Wer erinnert sich an den Konflikt?
Der Dalai Lama sagte es bereits, wir dürfen nicht vergessen, dass China ein autoritäres Land ist (nicht totalitären), wo Menschenrechte jeden Tag verletzt werden und die Todesstrafe noch immer gültig ist. In China werden 65% der weltweiten Hinrichtungen vollzogen. 2006 wurden 1010 Menschen hingerichtet, obwohl manche Quellen sagen, dass es bis zu 8000 gewesen sein sollen.
Der kanadische Vertreter, Rob Anders, polemisierte, während er die Olympischen Spiele von Berlin 1936 mit den aktuellen verglich. Seiner Meinung nach sind beide Regierungen repressiv und wollen die Olympischen Spiele verherrlichen und rechtfertigen. Manche Kritiker behaupten Anders habe sich in seinem Vergleich geirrt. Die Antwort liegt in Peking. Jeden Tag gibt es Repression gegen die Journalisten, Pazifisten, und Aktivisten für Menschenrechte. Die Nachrichten werden von der chinesischen Regierung kontrolliert, dem Big Brother, wie in George Orwell's Roman, 1984. Manchmal übertrifft Wirklichkeit Fiktion.
China versprach die freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit während den Olympischen Spielen, aber es hielt sein Versprechen nicht. Um nur ein Beispiel zu nennen: Shi Tao verbüßte eine 10-jährige Haftstrafe, weil er eine E-Mail in Bezug auf den 15. Jahrestag der Repression in Tiananmen 1989 verschickte. Yahoo hat zugelassen, dass die Daten des Benutzerkontos Shi Taos bei der chinesischen Regierung abzugeben waren.
Hoffentlich erinnert sich die Welt, dass Tibet noch existiert und sie noch ungelöste Probleme haben. Nur China hat die Macht, Tibet die Freiheit zu geben, aber alle können ihren Beitrag dazu leisten. Niemand muss oder darf schweigen, denn Ruhe ist der beste Alliierte Chinas.