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Sügisball - Von Veiko Õunapuu

Olivia Verev
Sügisball

Sügisball (Herbstball) (2007) ist der erste Spielfilm von Veiko Õunapuu, der nach Vorlage der gleichnamigen Novelle von Mati Unt gedreht wurde. Bei den 64. Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde Sügisball mit dem Orizzonti-Preis ausgezeichnet. Der größte Erfolg den ein estnischer Film bislang verzeichnen konnte und auch der einzige estnische Film, der für das Hauptprogramm der Festspiele ausgewählt wurde.

Sügisball erzählt die Geschiche verschiedener Charaktere, die durch die sogenannte Schlafstadt, das Plattenbauten-Gebiet Lasnamäe in Estland, verbunden sind. "In jedem dieser verdammten Kästen ist ein Mensch, der glücklich sein will", sagt Mati, die Haupfigur des Films, ein Schriftsteller mit zerbrochener Ehe. Er spioniert hinter dem Fenster seiner Ex-Frau und sucht erfolglos nach neuen Beziehungen. Es gibt den Rezeptionisten Theo, der Namen und Sternzeichen aller Frauen notiert, mit denen er schläft. Die alleinerziehende Mutter Laura, die in einer Fabrik arbeitet und ihre Abende mit Soap-Operas und einem kleinen Schnaps verbringt. Maurer, ein kalter Architekt, der keine Gefühle mehr für seine Frau zu haben scheint und ein einsamer Friseur, der den Kontakt mit Lauras Tochter sucht, aber misverstanden wird.

Der Film verbindet seine Charaktere in einer Geschichte über Einsamkeit aus verschiedenen Winkeln und mit verschiedenen Bedeutungen. Jeder findet hier in seiner eigenen Interpretation einen Zugang zum Gefühl der Einsamkeit.
Verdeutlicht wird diese Empfingung durch die charakterlosen Plattenbauten, grau wie Matis Gefühle, in denen tausende von Menschen mit ihren Träumen leben und auf ihr Glück warten. Auf diese Weise kommt der Film dem Zuschauer langsam näher und ergreift ihn am Ende vollkommen.





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