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Interview mit Reinis Kalnaellis - Unser Film besitzt seine eigene Sprache

Laura Aragoneses
Reinis Kalnaellis

Reinis Kalnaellis ist einer der jüngsten Filmemacher der Berlinale 2009. 1986 in Riga geboren, präsentierte er als Regisseur seinen ersten Film "When Apples Roll" in der Sektion Generation Kplus. Es war eine eindrucksvolle Erfahrung für ihn und das zahlreiche Publikum, Kinder und Erwachsene.

Worum geht es in dem Film "When Apples Roll"?

Im Film geht es um eine Freundschaft zwischen absolut verschiedenen Charakteren - Katz und Maus. Ihre Umwelt steckt voller Überraschungen, Respekt, Liebe, Fantasie und Träume inmitten von Freunden und Familie. Die Botschaft richtet sich nicht nur an Kinder. Sogar deren Eltern besitzen Ebenen für die Geschichte und den tieferen Sinn, der im Film nicht durch gesprochene Worte mitgeteilt wird.

Welches Genre haben Sie für den Film gewählt und warum?

Das Genre ist Familienanimationskurzfilm. Es ist etwas besonderes für Kinder, wenn der Film Buntstiftzeichnungen besitzt. Jedes Einzelbild ist mit wunderschönen Bildern verschiedener Künstler versehen, um es realistischer und vollendeter wirken zu lassen, und untermalt von märchenhafter Atmosphäre mit gefühlvoll illustrierter Musik.

Wie wurde die Idee zu diesem Film geboren?

Die Idee reiste eine lange Zeit umher. Sie kam von dem Künstler Andrejs Pricigevs und seinen naiven doch wunderschönen Buntstiftzeichnungen. Außerdem hat Laimas Puntules' Arbeit den Stil des Films realisiert. Als das Skript fertiggestellt war, denke ich, war die Idee für einen Animationsfilm vollständig geboren.

Ist dies Ihre erste Erfahrung als Filmemacher?

Ich habe bereits an vielen studentischen Filmproduktionen und eigenen Kurzfilmen gearbeitet, aber dies ist meine erste richtige Arbeit beim animierten Film als Regisseur mit einer professionellen Crew.

Wie war die Erfahrung für Sie, in Ihrem Alter bei einem Kurzfilm Regie zu führen?

Es war eine erstaunliche Erfahrung, die Möglichkeit zu erhalten, an einer gemeinschaftlichen Produktion zu arbeiten. Ich übernahm diese Verantwortung, um einen vollständig gefühlvollen Film zu erhalten. Als Regiesseur sehe ich, dass manchmal kleine Entscheidungen nötig sind, um das Projekt in die richtige Richtung zu lenken. Ich gebe zu, dies war meine Lehrstunde in Animation.

Was haben Sie von den anderen Mitwirkenden des Films gelernt?

Ich hatte ein professionelles Animationsteam, um die verschiedenen Aspekte von Fanstasieausdrücken und den unglaublichen Unterschied zwischen Fiktion und Animation, hinsichtlich des Erschaffens der Charaktere, zu verstehen.

Was glauben Sie, hat das Team von Ihnen gelernt?

Ich denke, wir haben die Kommunikation unter den einzelnen Teammitgliedern und Chrakteren gelernt und wie wir unsere professionelle Arbeit bestimmen. Ich gebe zu, ich habe hauptsächlich von anderen gelernt, aber ich musste die Ideen weiter bringen. Ich hoffe, sie wissen, dass ich sie liebe.

Was ist das besonderste in diesem Film?

Meiner Meinung nach ist alles sehr besonders. Für mich war die Entscheidung bezüglich des Pinguins am wichtigsten. Mit seiner Familie ein Leben beginnen und nicht nur mit seinen Freunden zu verweilen. Auf diese Art stellen wir Familienbeziehungen dar.

Wie war die Erfahrung, bei einem internationalen Filmfestival zu sein?

Es ist großartig diese Erfahrung zum ersten Mal zu machen und zu sehen wie dein Film von 1000 Kindern gleichzeitig wahrgenommen wird. Sich als Teil dieses großen internationalen Festivals zu fühlen, wirkt sehr antreibend. Festivals verfügen über eine sehr starke Kommunikation zwischen verschiedenen Zuschauern und es ist toll, dass verschiedene Persepektiven bei verschiedenen Vorführungen gezeigt werden.

Durch die Entscheidung keine Dialoge zu verwenden, könnte der Film sehr viel internationaler werden. Denken Sie die Zuschauer sind in jedem Land unterschiedlich?

Die Zuschauerschaft kann komplett unterschiedlich sein. Ich denke unser Film besitzt seine eigene Sprache, sodass wir keine Dialoge benötigen, um die Geschichte zu erzählen. Musik macht ihn emotional ergiebig durch ihren Tiefgang. Es ist faszinierend die Reaktionen eines so überraschend sensiblen jungen Publikums zu sehen, vor allem ihre stärksten Reaktionen.

Was haben Sie bei der Premiere, bei den Reaktionen des Publikums gefühlt?

Ich hatte keine Ahnung, wie dieses riesige Publikum meinen Film aufnehmen würde. Ich war sehr zuversichtlich, als die Kinder den kompletten Film ruhig verfolgten. Sie wirkten wie sehr ernsthafte Zuschauer, obwohl es für viele der erste Kinobesuch war.

Wie äußert sich die Kinoszene in Letland?

Das Kino in Letland entwickelt sich momentan zwischen jungen Regisseuren und Cinematographen. Es gibt keine Förderungen jeglicher Art für Kunst und Kino. Ich denke, dass wichtigste dabei ist die richtige Ausbildung. Kinodrehbücher müssen den Zuschauern leicht zugänglich sein.

Wissen Sie mit Sicherheit, dass Kinofilme drehen Ihr Lebensweg sein wird?

Ja, ich werde Kinofilme machen, so lange es mir möglich ist. Filmemacher können nicht aufhören, Filme zu drehen.

Wie sehen Ihre nächsten Projekte aus?

Momentan arbeite ich an meiner Bachelor- Abschlussarbeit. Es wird ein kurzer Fiktionsfilm. Danach freue ich mich darauf, mich bei der National Film and Television School in London zu bewerben.



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