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Die "International Roaming Biennial of Tehran" wurde kuratiert und organisiert von Amirali Ghasemi und Serhat Koksal. Istanbul war ihre erste Station und nun sind sie vom 21. November bis zum 7. Dezember in Berlin. Die Idee für diese unabhängige "low-budget"-Ausstellung und ihren zweijährigen Rhythmus stammte aus der Kritik über die Situation in Teheran. Die herumreisende Biennale soll weiterhin unterwegs bleiben und „in eine Tasche nicht größer als ein Koffer" passen. Bis Mai 2010 wird sie um die Welt fahren, bestückt mit Arbeiten von Künstlern verschiedenster Nationalitäten und Genres. Gezeigt werden Illustration, Zeichnung, Malerei, Videokunst, Animation, Kurzfilm, Fotografie, Objekte, Installation und vieles mehr.
Das Thema dieser Biennale sind urbane Jalousien. Durch ein Fenster mit Jalousien kann man durchschauen, ohne selbst gesehen zu werden. Diese Metapher ist auf die Situation der iranischen Künstler anwendbar und ihr Verständnis dafür, was in der Welt passiert, ohne dass man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Gedanken zu kommunizieren. In Teheran gibt es viele Biennalen, allerdings sind viele von ihnen von der Regierung gesponsert, deren Ausrichtung und Premisse von einem auf das andere Jahr wechseln können. Es scheint unmöglich, eine eigene Teheranische Bienniale in Teheran zu haben. "Nach einer langen Diskussion mit meinem Freund Serhat Koksal, Kritiker das globalen Biennalisationsprozesses, entschieden wir uns eine eigene, kleine Biennale in Teheran zu kuratieren. Damit wollten wir aufhören, uns über die gegenwärtige Situation zu beschweren und die Vorteile davon nutzen. Eine unabhängige, reisende Ausstellung, die man eigentlich überall präsentieren kann. Wir ziehen wie Nomaden umher, ausgerüstet mit Kunstwerken, Objekten und Texten in einer Tasche nicht größer als ein mittelgroßer Koffer. Sie sollte nicht mehr als 20kg wiegen, dann kann man sie auf jeden billigen Flug mitnehmen", sagt Amirali Ghasemi.
Dieses Projekt beschreitet neue Wege, belebt durch Ideen. Ideen, die mitgeteilt werden müssen, fernab von Politik, Regeln, Interessen und Fronten. Es ist eben Kunst und Kunst ist frei.
Eröffnungen und Programme:
Am 20. November um 19:00h
Skalitzer Straße 133
10999 Berlin
SONATA REC ( audiovisual performance )
[-HYPH-] ( live electronics )
ERFAN ABDI ( sound art )
DJ KOSTULAH ( post punk/ussian garage /centralasia electro )
VJ GENTRIFISUAL ( Goodzilla VS Badzilla )
BALLGARD ( Tehrani Free Funk Rock Band )
Am 21. November um 19:00h
NEWYORCK IM BETHANIEN
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
EMANUELE RODO
MATTEO ROVESCIATO
DARIO FARIELLO
(Text, Malerei und Improvisation am Eingang ab 17:00h)
UTKU TAVIL ( Audio Performance )
BIJAN MOUSAVI ( Acoustic rock )
GUDUBIK ( Experimental Dub Band )
KOSTJA PICUNDA 84 ( Cello and Electronics )
2/5 BZ ( Audio-gentrifisual Performance )
ARASH SALEHI aka THE11 ( Intelligent Techno / Bandar Beats )
BALLGARD ( Tehrani funk Rock band )
JUNKTION 'NASDIA' ( Dubstep to Orientalcore Dj Set)
Am 22. November um 18:00h
GALERIE WALLYWOODS
Kulturhaus Peter Edel
Berliner Allee 125
13088 Berlin
BIJAN MOOSAVI/ARASH SALEHI/ERFAN ABDI (AV Performance )
JAVAD SAFARI / KAVEH KATEB (Electronic Folk ) +ARASH KHAKPOUR and FARID JAFARI (Visuals )
UGLY AMERICANS ( Wallywoods' Punk Funk )
BALLGARD ( Tehran Free Rock Band )
GUDUBIK ( Experimantal Dub Band )
FREE JAM Session with BIENNIAL TEHRAN BAND and Guests
Am 23. November um 22:00h
ICH ORYA
Oranienstraße 22
10999 Berlin
BIENNIAL TEHRAN BAND (SUPRISE ACOUSTIC PERFORMANCE)
DJ NASE ( Kontra Oriental )