Harem
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Mehr als vierzig Jahre Studium, Leidenschaft und feministischer Kampf. Fatima Mernissi ist vielleicht weniger im Westen bekannt, aber durch ihre vielseitigen Arbeiten wurde sie zu einer der wichtigsten arabischen Soziologen der Gegenwart. Ihr Einfluss ist so groß, dass selbst die spezialisierten Ausschüsse der Vereinten Nationen Informationen mit ihren Studien abgleichen. Ihrer Meinung nach, muss der feministische Kampf durch das Wort weiter getragen werden, die richtige Waffe für wirkliche Gleichheit. Auf diese Weise macht Fatima Mernissi ihre eigene Revolution, durch ihre zahlreichen Arbeiten. Diese Frau, die 1940 in Fez (Marocco) geboren wurde, lebte seit ihrer Kindheit in einem Harem. Es war nicht eins dieser Orte des Ottoman Imperiums mit schönen, unterwürfigen Frauen, die sich in westlichen Gedankengängen durch die erotischen Visionen vieler Maler und Filmemacher manifestierten und die immer noch in der männlichen Gedankenwelt existieren. Sie reflektiert ihr Leben im Harem in dem viel gewürdigten Buch "Dreams of Trespass-Tales of a Harem Girlhood" (1994). Mernissi, die Politikwissenschaften in Marocco studiert hat, ging früh nach Paris und in die USA, um dort ihren Doktor in Soziologie zu machen. Als sie ihr Studium abgeschlossen hatte, ging sie zurück in ihr Heimatland. Sie verstand bald, dass man nur erfolgreich für die Rechte der Frauen kämpfen kann, wenn man die Texte des Koran zurückweist. Ihre Theorien spiegeln sich in dem Werk "The political Harem" wieder. In ihrer Vision sieht sie Mohammed den Propheten als Feminist und fortschrittlichen Mann. Andere Männer hingegen manipulierten seine Botschaft dahingehend, Frauen als minderwertigere Wesen zu betrachten. Weitere Arbeiten von Fatima Mernissi heben Bildung als bestes Gegenmittel in den rückständigen Staaten hervor. Fortschritte, die so polemisch wie revolutionär in der arabische Welt sind. Durch ihre Ideen gewann sie einen der begehrtesten Preise Spaniens, den "Principe de Asturias of Arts Award". Diesen teilt sie sich mit Susan Sontag, einer weiteren Frauenrechtlerin. In einem ihrer Kommentare, die sie vor den Medien nach Erhalt des Preises verkündete, unterstreicht sie ihre Sicht auf Europa, als ein archaisches Harem, dass seine Tore vor arabischen Menschen verschließt. Außerdem betont sie die Bedeutung des Internets und der neuen Technologien, als Portale zur Bildung. Ihr schwebt eine "Cyberdemokratie" vor. Um mehr über Fatima Mernissi und ihre Arbeiten zu erfahren, besuchen Sie bitte ihr Webside unter www.mernissi.net.