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Am 10. Oktober wurde weltweit der "Internationale Tag gegen die Todesstrafe" ("International Day Against Death Penalty") gefeiert. Ein weiteres Jahr, in dem wir innehalten, nachdenken und beobachten sollten, wie viele Staaten auf der Welt immer noch zum Tode verurteilen. Ob Giftinjektion, elektrischer Stuhl, Galgen oder Steinigung, tatsächlich unterstützen immer noch zu viele Staaten die Todesstrafe und setzten diese auch durch. Eine Woche nach dem Tag gegen die Exekution von Gefangenen, teilten sämtliche Massenmedien mit, dass der Iran die Einstellung der Exekution von Kindern verkündete. Dort werden Kinder unter besonders grausamen und unmenschlichen Methoden mit dem Tode bestraft. Nach einem Report der "NGO Frauen Organisation Gegen die Todesstrafe im Iran" ("Women Organization Against the Death Penalty in Iran"), würden dort seit 1980 bis zu 200 Kinder exekutiert. Einer der skandalösesten Fälle und Hauptaugenmerk der BBC Dokumentation "Execution of a Teenage Girl", unter der Regie von Monica Garnsey, ist der der jungen Atefeh Sahaaleh. Atefeh wurde wegen Unkeuschheit und Altersvergehen verurteilt und eine Woche später gehängt. Ihre Geschichte ist wegen ihrem Alter, 16 Jahre , besonders brisant. Dennoch sind diese Verfahren mit den entsprechenden Methoden nichts Besonderes im Iran. Durch Folterungen erpresste die sogenannte "Moral-Polizei" ein Geständnis, in dem Atefeh mit einem verheirateten Mann mehrmals Sex gehabt haben soll. Die Wahrheit ist aber, dass sie vergewaltigt wurde. Während des Gerichtsprozesses hatte Atefeh keinen Anwalt und sie realisierte, dass sie verlieren wird. Daraufhin rebellierte sie gegen den religiösen Richter Haji Rezai, warf ihre Verschleierung auf den Boden und verlangte, dass nicht ihr, sondern dem Vergewaltiger der Prozess gemacht werden sollte. Der verärgerte Richter beschuldigte Sie einer "spitzen Zunge" und redete persönlich mit den Mullahs des obersten Gerichtshofs, um sie zu überzeugen, Atefeh zum Tode zu verurteilen. Der Richter setzte sein Anliegen durch, obwohl Atefeh erst 16 Jahre alt war. Aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung nahm man an, sie sei 22. Der Richter selbst legte ihr die Schlinge um und sie wurde auf einem öffentlichem Platz gehängt, ohne dass ihre Familie etwas davon wusste.
Der Iran gab vor ein paar Wochen bekannt, dass Kinderexekutionen nicht mehr stattfinden. Das sollte allerdings schon lange die Regel sein, da das Land die "Internationale Übereinkunft für zivile und politsche Rechte" ("International Covenant on Civil and Political Rights") bereits unterzeichnet hatte. Tage später fügte der Iran hinzu, dass geistliche Gerichte weiter Kinder zum Tode verurteilen können. Die Hoffnung überdauerte also nur ein paar Tage. Dieses Land wird weiter Kinder wie Atefeh zum Tode verurteilen.