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EINE GELEGENHEIT FÜR ALLE

Nuria Juan
EINE GELEGENHEIT FÜR ALLE
Das Spanische Kino steckt in der Krise und Diskussionen darüber sind entbrannt. "Goyas", das "große Fest des spanischen Kinos", wie es die Akademiker nennen, steht vor der Tür. Sich auf diesen Namen ausruhend, werden immer wieder dieselben Sätze wiederholt, begleitet von immer den gleichen Meinungen über die Filme von Almodóvar, Amenábar oder Trueba. Das ist das Ende aller Diskussion.

Aber das spanische Kino ist sehr vielseitig. Es ist eine große unbekannte Welt für die meisten Menschen. Eine Welt, in der die Suche nach einem Cristobal Colón wiederauflebt, um der Welt zu sagen: "Hey! Hier ist das spanische Kino!". Es gibt viele Kurzfilme zu sehen. Unbekannte Regisseure und junge Talente, die sich bis jetzt hinter Schloss und Riegel verstecken mussten und nur auf eine Chance gewartet haben. Eltern bekommen immer Angst, wenn sie das Kind sagen hören: "Papa, ich möchte Regisseur werden!", "Mama, ich möchte Kurzfilmen machen!". Der Gedanke ist immer der gleiche: "Kind, es wird dich nicht satt machen. Such dir einen anständigen Beruf!".

Trotz so viel Unsicherheit und Pessimismus offenbart sich ein Hoffnungsschimmer: Die Filmfestivals für junge Talente. Große Erwartungen lohnen sich!

Das Internationale Filmfestival "CinemaJove"

Immer im Juni wird Valencia sich in einen Treffpunkt für junge Regisseure aus der ganzen Welt verwandeln. Dieses Mal findet die 23. Editionen des "CinemaJove" statt, welches zu den fünf wichtigsten internationalen Filmfestspielen Spaniens gehört.

Es gibt zwei Kategorien: Amateurfilme aus Spanien und Kurzfilme aus Europa. Die Gewinner der letzten Ausgabe waren der estnische Amateur-Film „Sũgisball" von Veko Õunpun, und der Kurzfilm "Faiscomi Cheztoì" von Gautier About.

Das nationale Festival für junge Filmemacher „Ciudad de Zaragoza"

Die Stadt Zaragoza feiert nun das zwölfte Filmfestival für junge Talente. 1995 begann das Abenteuer der Kulturvereine „El gallinero", „Paranoia", und „Negore" mit ihrem Ziel, dem Publikum Filme von jungen Regisseuren zu zeigen.

Gewinner der letzten Ausgabe waren „Hendaya" von José Macías, in der Kategorie "Bester Film" oder „In Madrid gibt es keinen Strand" von Jesús Sanz Sebastián, bei der Publikumspreisvergabe.

Die "Málaga"-Filmfestspiele

Eines der etablierten, internationalen Festivals in Spanien sind die "Málaga"-Filmfestspiele. Wir erwähnen dieses Filmfestival, weil, im Gegensatz zu anderen Filmfestspielen, "Málaga" nach wie vor eine besondere Chance für junge Regisseure darstellt. Eine einzigartige Gelegenheit, die große Lücke zum etablierten Film zu schließen.

Aber das "Málaga"-Festival ist viel mehr, als vier Tage Parade auf dem roten Teppich. Während des ganzen Jahres, erarbeiten die Organisatoren der Filmfestspiele Projekte über die "Welt des Zelluloid", zum Beispiel die „Málaga Markets 2008". Diese werden im Dezember des nächsten Jahres stattfinden. Ein Markt, dessen Ziel die Förderung des Verkaufs vom spanischen Spielfilm und lateinamerikanischer Koproduktionen ist.


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