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Der Film "Arn der Kreuzritter" basiert auf dem ersten und zweiten Buch der neuen Trilogie vom namhaften schwedischen Schriftsteller und Journalisten Jan Guillou. Jan Guillou wurde u.a. wegen eines Skandals im Jahre 1973 bekannt. Zusammen mit seinem Kollegen Peter Bratt veröffentlichte Jan Guillou mehrere aufschlussreiche Artikel über das schwedische Informationsbüro (IB).
Das IB war bis dahin ein geheimer Nachrichtendienst. Die Aufgabe des IB bestand darin, Informationen über Personen einzuholen, die nach Auffassung des IB ein Sicherheitsrisiko für Schweden darstellten. Hauptsächlich wurden dabei die kommunistischen Ansichten dieser Personen registriert. Durch einen ehemaligen Angestellten des IB ist es Jan Guillou und seinem Kollegen gelungen, an die geheimen Informationen heranzukommen. Die rechtliche Folge der Enthüllung war eine zehnmonatige Gefängnisstrafe für Jan Guillou wegen Spionage.
Jan Guillou hat bisher über 30 Bücher veröffentlicht. Viele dieser Bücher wurden später verfilmt. Die bekanntesten Filme sind die Filme vom fiktiven schwedischen Geheimagenten Carl Hamilton alias Coq Rouge, ein adliger, sozialistischer Fallschirmjäger. Zurzeit wird jedoch von einem anderen Film gesprochen - Arn der Kreuzritter.
Die fiktive Figur Arn wurde im Jahre 1150 im Dorf Arnäs in Västra Götaland, Schweden, geboren. Im Alter von fünf Jahren wird sein Schicksal entscheidend beeinflusst, als er von einem Turm zu Boden stürzt und bewusstlos liegen bleibt. Arns Eltern wenden sich an Gott und flehen ihn an, Arn wieder zum Leben zu erwecken. Als Gegenleistung versprechen sie, dass Arn als Diener Gottes im Kloster leben und arbeiten wird. Arn überlebt und seine Eltern halten ihr Versprechen, woraufhin Arn im Kloster von Varnhem erzogen wird. Im Kloster lernt er alles vom Kochen, Mauern und Singen bis zu Latein und der Kampfkunst.
Beim Singen im Kloster lernt Arn Cecilia Algotsdotter kennen. Sie verlieben sich in einander und kurz danach wird Cecilia schwanger. Da Arn jedoch zuvor mit Cecilias Schwester Kristina geschlafen hat, werden er und Cecilia einer zwanzigjährigen Buße verurteilt. Arn wird als Kreuzritter ins Heilige Land geschickt und Cecilia wird ins Kloster Gudhem gesteckt.
Der Film Arn der Kreuzritter war ein großes und sehr umstrittenes Filmprojekt in Schweden, das von Problemen mit dem Budget geplagt war. Nach einer Auseinandersetzung im August 2007 hatte SVT, die öffentlich-rechtliche Fernsehgesellschaft Schwedens, mitgeteilt, dass sie ihr Geld aus dem Projekt ziehen werden. SVT meinte, dass die Qualität des Films zu niedrig sei. Anstelle von SVT trat der Konkurrent TV4 ins Projekt ein und rettete den Film aus der finanziellen Krise.
Mit einem Budget von über 210 Millionen schwedischen Kronen ist Arn der Kreuzritter der teuerste Film, der jemals in Skandinavien gedreht wurde. Die Kritiker waren dennochin nicht vom Film überzeugt und als die Nominierungen für die jährlichen Filmpreise des schwedischen Filminstituts bekannt gegeben wurden, war der Film nicht einmal nominiert.
Der Schaffer Arns, Jan Guillou, kommentiert den lauwarmen Empfang der Kritiker und die fehlenden Nominierungen mit folgender Äußerung in einem Interview mit der schwedischen Abendzeitung Aftonbladet: „Bücher, die viele Leser haben, gefallen den Kritikern nie und dasselbe gilt für Filme". Die Aussage wird dadurch unterstrichen, dass über eine Million Menschen den Film im Kino gesehen haben. Schon nach zwei Tagen hatte Arn der Kreuzritter alle schwedischen Kinorekorde, wenn es um die Einnahmen und die Besucherzahlen geht, geschlagen. Außerdem wurde der Film zum Favoriten des Publikums 2007 gewählt.