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Die Schiffbauergasse in Potsdam, gelegen in der „Berliner Vorstadt", zählt zu den Hauptattraktionen der brandenburgischen Hauptstadt.
Noch im 19. Jahrhundert war das königlich-preußische Leben in Potsdam stark industriell geprägt. Nachdem 1819 das vom Engländer John Barnett Humphrey konstruierte größte Dampfschiff „Fürst Blücher" vom Stapel lief, verlieh man dem Ort den Namen „Schiffbauergasse". Heute, fast zwei Jahrhunderte später, erstrahlen die Gebäude im neuen Stil. Es ist die Verschmelzung alter Tradition mit neuer zeitgenössischer Kunst und altem Gewerbe mit High-Tech Unternehmen, die das Viertel nicht nur am Tag zu einem Anziehungspunkt werden lässt. Restaurierte und neue Bauten, wie das Hans Otto Theater oder das umgebaute Waschhaus sind Repräsentanten moderner Kunst- und Kulturgeschichte. Die symbiotische Bindung zwischen moderner wirtschaftlicher Sachlichkeit und altem klassischen Schick bilden einen Ort zum Flanieren, kreativ sein und Seele baumeln lassen.
Die Wege entlang des Ufers vom Tiefen See und dem Babelsberger Park teilen sich Sportler mit Geschäftskunden, Mütter und ihre Kinder mit Künstlern und Kulturinteressierten. Am Abend schließlich nimmt das Party-Volk das Areal für sich ein.
Die Mischung aus industriellem Gewerbe und freier Kulturszene weckt das Interesse über hunderter Besucher, die sich seit der Eröffnung durch eine Führung den geschichtlichen Hintergrund erläutern ließen. Privatpersonen, Architekten aber auch EU-Parlamentsmitglieder, Mitarbeiter des brandenburgischen Finanz- und Umweltministeriums und der bisher prominenteste Gast, der Parlamentspräsident der Mongolei Danzan Lundeezhantsan erhielten Informationen über den Einsatz der EU-Fördermittel zum Bau des Kunst- und Kulturviertels. Durch verschiedene Projekte werden Künstler mit ansässiger Technik unterstützt und die Wirtschaft durch Künstler angeregt. Daraus resultieren spannende Arbeiten und eine noch verheißungsvollere Zukunft. Durch das Waschhaus e.V. entwickelte sich eine neue Kulturszene in Potsdam. Über 40 kunstbegeisterte Kulturaktivisten ermöglichten es, Raum zu schaffen für Künstler verschiedenster Richtungen. Der Bau des Hans Otto Theaters sicherte die finanzielle Basis des Bauprojektes zum Szeneviertel Potsdams und seither strömen Musik-, Kultur- und Kunstfans in die militärgeprägte Schiffbauergasse (bis 1994 war das Logistikbataillon des KGB auf dem Gelände stationiert), die sich von Techno-Klängen oder Ausstellungen berauschen lassen.
Mit Hilfe des Landes Brandenburg wurde es möglich, jungen Menschen einen neuen Raum zur Entfaltung zu schaffen und so umfasst das Zentrum für Kunst und Soziokultur nun Probe-, Tanz- und Aufführungsräume, Platz für Lesungen, alle Arten von Events und viele funktionale Räumlichkeiten. Daher wird jeder Besucher seine Oase der Ruhe, seinen Ort der Inspiration oder seinen Raum zum Feiern finden.