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Almodóvars Filme sind
Sinnbilder für Farbenpracht, Details und Natürlichkeit. Und doch
verlässt er beiläufig für einen Augenblick die 80er Jahre
Ästhetik, die ihn bekannt macht. Die zerbrochenen Umarmungen
ist keine Komödie, sondern ein im Stil der 50er Jahre gedrehter
Thriller, wo das Geheimnis überwiegt. Der spanische Regisseur
erklärt, dass es sein größter Wunsch wäre, dass die
Öffentlichkeit als "Jungfrau" ins Kino geht. Sein Hoffnung
ist es, dass die Zuschauer das Gefühl bekommen, etwas noch nie
Dagewesenes zu schauen. Almodóvar möchte, dass sich die Kinogänger
vor die Kinoleinwand setzen und sich von Penélope Cruz, Blanca
Portillo und Lluis Homar überraschen lassen. Wer sind sie, die
Geschichte vermitteln? Dieser Film wird der siebzehnte des spanischen
Regisseurs werden, so dass all die Schauspielerinnen eine enorme Last
auf den Schultern zu tragen haben. Sind sie doch das entscheidende
Quäntchen des Filmes. Die zerbrochenen Umarmungen ist "ein
Film von Protagonisten, von Schauspielerinnen".
Der Film,
der im nächsten Jahr zum ersten Mal gezeigt wird, wird auf Lanzarote
(Kanarische Inseln) und in Madrid gedreht. Almodóvar wollte sich in
die Landschaft integrieren, damit sich die Jungfräulichkeit des
Ortes mit der Jungfräulichkeit des Film ergänzt. Er möchte
"kohärent" sein, sagte er. "Das ist ein
jungfräulicher Ort und ich möchte, dass die Jungfräulichkeit von
Die zerbrochenen Umarmungen bis zu Ende erhalten bleibt.
Im Plot wird sich
Penélope Cruz den Kinogängern erblondet zeigen und eine miserable
Schauspielerin verkörpern, die ihre erfolglose Karriere betrauert.
Blanca Portillo wird eine edelmütige Mutter mit einer
unausweichlichem Schuld darstellen und Lluis Homar einen
Schriftsteller, der sein Aussehen während der Geschichte verliert.
Die Handlungen spielen in zwei sehr verschiedenen zeitlichen
Abschnitten, erst im Jahre 1994 und dann 2008. Zwischen diesen beiden
Zeitpunkten wird der Sprung der Entwicklung die Charaktere markieren.
Diese erschwerende Art des filmischen Aufbaus sorgt dafür, dass
Almodóvar eine Glanzleistung vollbringen muss, um den Zuschauern den
Inhalt vermitteln zu können.
45 Minuten und 80
Sequenzen länger als sein Film Zurückkehren, und doch die
gleiche Essenz und die gleichen Musen. Auch dieses Mal konnte
Almodóvar seinen siebzehnten Film nicht ohne Unterstützung von Kiti
Manver, Rossy de Palma und Chus Lampreave drehen, die im wahrsten
Sinne des Wortes seine Frau ist.